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Die unglaubliche Reise
des Schweizer Optigal-Poulets

Unzensiert, ungekürzt und ungerupft

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Die meisten von uns essen Fleisch - vermutlich sogar ziemlich gern. Damit wir aber ein Pouletflügeli oder ein Chickennugget essen können, müssen wir zuerst Poulets aufziehen, sie schlachten und dann zu unserem Lieblingsessen verarbeiten. Weil die industrielle Fleischproduktion der Ausgestaltung eines Pouletlebens enge Grenzen setzt, ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht und die Poulets auf ihrem Bauernhof ein schönes Leben haben. Das ist unser Ziel bei Optigal. Schauen Sie sich die ganze Geschichte an. Image-description
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Elterntiere

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Die Eltern der Optigal-Poulets leben im Unterwallis: Einerseits ist das trockene Klima geeignet für die Hühner, die Hähne und die zukünftige Brut, andererseits gibt es dort nur wenig weiteres Geflügel, was die Gefahr von Geflügelkrankheiten minimiert. Auch Zug und Wildvögel fliegen lieber in einem Bogen um die Berge herum.

Die Elterntiere stammen aus Holland und Deutschland und reisen als frisch geschlüpfte Küken in die Schweiz. Bevor die Tiere ankommen, werden die Hallen gereinigt, desinfiziert, anschliessend mit Einstreu frisch ausgelegt und auf angenehme 30 °C erwärmt.

Auf jeden Hahn kommen elf Hennen. Sie alle werden im Stall zusammen aufgezogen und sind mit 18 Wochen geschlechtsreif.

Die Poulets legen ihre ersten Eier im Alter von 22 Wochen in ein Legenest.

Von dort werden die Eier automatisch von einem Förderband in den Sammelraum transportiert und von Hand mit der Spitze nach unten in sogenannte Eierhöcker gestellt, damit sie gut transportiert werden können.

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Optisol

Bei so vielen Tieren entsteht auch einiges an Mist. Dieser wird in Mulden zur Firma Optisol transportiert, die ihn zu hochqualitativem Dünger aufbereitet, zum Beispiel für die Rosen im Garten oder für Weinreben.

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Brutzeit und Schlüpfen

Beheizte Lastwagen transportieren die befruchteten Eier nach Granges-près-Marnand in die Brüterei. Alle Optigal-Poulets sind also echte Waadtländer.

Etwa 440‘000 Eier kommen pro Woche in der Brüterei an.

In der Brüterei eingetroffen, kommen nur Eier weiter, die ungefähr 50 Gramm wiegen, die restlichen werden aussortiert. Ohne eine Umgebungstemperatur von 37,8 °C entwickelt sich in den Eiern kein Leben, daher können diese Eier innerhalb der Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu Stangeneiern für die Restaurantküche.

Wie in einem Hühnernest werden die nicht aussortierten Eier in den Brutkästen stündlich gedreht und so die Küken im Ei immer wieder umgebettet.

Nach 18 Tagen kommen die Eier in die Schlupfkästen. Dort schlüpfen die Küken nach drei bis vier Tagen aus ihren Schalen.

Mitarbeitende der Brüterei befreien die Küken von Schalenresten und setzen sie auf ein Transportband. Zusammen mit anderen frisch geschlüpften Küken warten sie nun an dessen Ende auf ihre Fahrt zum Bauernhof. Spätestens am Abend sind alle Küken in ihrem neuen Zuhause.

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Mastzeit

Die frisch geschlüpften Küken werden nun auf Bauernhöfe in der ganzen Schweiz verteilt, wobei die meisten der 500 Bauernfamilien in der Region Fribourg zu Hause sind. So sind die Transportzeiten für die Tiere möglichst kurz. Neben der Vieh- und Landwirtschaft ist die Pouletaufzucht für die meisten dieser Betriebe ein wichtiges Standbein.

Auch auf den Bauernhöfen werden die Hallen vor der Ankunft der Küken gereinigt, desinfiziert und mit frischer Einstreu ausgelegt. Rund 95 Prozent unserer Optigal-Poulets haben nie Kontakt mit Antibiotika. Natürlich kann es aber einmal vorkommen, dass ein oder auch mehrere Poulets eines Stalls krank werden und beispielsweise an einem Schnupfen leiden. Nur in einem solchen speziellen Fall erhalten die Küken ein von einem Tierarzt verschriebenes Antibiotikum.

Die Tiere bleiben zwischen 31 und 38 Tagen auf den Bauernhöfen – je nachdem, ob sie geschlachtet werden, um zu Grillpoulet verarbeitet zu werden, oder ob ihr Fleisch zu Pouletbrüstchen, -flügeli oder -schenkeln verarbeitet wird.

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Futter

Die Optigal-Poulets werden rein pflanzlich ernährt. Ihr Futter besteht aus Getreide, Sonnenblumenschrot, Erbsen, Soja, Mineralstoffen und Vitaminen. Diese Rohstoffe stammen zu 50 Prozent aus der Schweiz, der Rest wird aus dem nahen Ausland importiert, zum Beispiel Donau-Soja aus Italien – sozusagen das «Sheba» unter den Soja-Arten. Das Futter der Poulets ist zudem GVO-frei, was bedeutet, dass es keine genveränderten Organismen enthält.

Produziert wird das Futter in der Schweiz. Einer der Arbeitsschritte bei der Produktion ist das Hygienisieren: In einer Art Dampfkochtopf wird das Futter von Bakterien befreit.

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Schlachthof

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Haben sie ihr Schlachtgewicht erreicht, werden die Poulets per Lastwagen nach Courtepin gefahren. Der Transport darf laut Gesetz nicht länger als sechs Stunden dauern und wird von unabhängigen Kontrolleuren überwacht. Es gibt aber keine Tiere bei uns, die so lange fahren müssen – nicht einmal die Poulets vom Bauernhof in Untervaz.

Im Winter sind die Blachen der Lastwagen fest verschlossen, aber wenn es draussen warm oder gar heiss ist, werden sie hochgerollt, damit Fahrtwind durch die Transportkisten strömen kann und die Tiere von kühler Luft umgeben sind. Bei sehr heissen Temperaturen dürfen die Last-wagen in Courtepin auch nicht einfach an der Sonne warten, bis die Poulets entladen werden. Statt-dessen kennen die Chauffeure Schattenplätze im Wald oder fahren einen kleinen Umweg auf der Autobahn, damit weiterhin kühlender Fahrtwind weht.

Die Geräusche und Bewegungen des Lastwagens machen die Poulets meist schon auf der Fahrt schläfrig. Definitiv schläfrig werden sie spätestens durch das blaue Licht in der Halle, in der die Lastwagen entladen werden.

Die schläfrigen Poulets werden von Hand mit dem Kopf nach unten in eine Halterung gehängt und anschliessend elektrisch betäubt. Ein Tierarzt kontrolliert dabei, ob alles in Ordnung ist und auch wirklich alle Tiere fachgerecht betäubt wurden.

Wurden alle Tiere korrekt betäubt, werden sie geschlachtet, gerupft und weiterverarbeitet.

Nachdem alle Poulets von einem Bauernhof durch die Produktion gelaufen sind, läuft das Hängeband vier bis fünf Minuten leer. So kann gewährleistet werden, dass jede Pouletlieferung zum Bauernhof und sogar bis zum Wohnort der Elterntiere zurückverfolgt werden kann.

Zudem arbeiten auch immer mehrere Mitarbeitende in der Produktionshalle an der Planung. Sollen zu einem bestimmten Zeitpunkt beispielsweise mehr Grillpoulets verkauft werden können, muss die Planung dafür fast ein Dreivierteljahr vorher beginnen.

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Verkauf und Rückverfolgbarkeit

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Die Fleischwaren der Marke Optigal werden nun aus Courtepin an die zehn Verteilzentren der Migros geliefert und kommen von dort in die Migros-Filialen und Migros-Restaurants.

Auf fast allen Optigal-Produkten steht, welcher Mäster das Poulet aufgezogen hat. Von dort kann der Weg sogar bis zum Bauernhof der Elterntiere zurückverfolgt werden. Einzig bei Hackfleisch und Geschnetzeltem ist dies nicht möglich.

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Psssst, Telefone aus!

Die unglaubliche Geschichte des Schweizer Optigal-Poulets gibt es auch als Film.

Ich will das gedruckt!

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